Weit im Osten von Norditalien befindet sich die dritte Hafenstadt unserer Reise und auch die letzte Station am Meer. Direkt am Meer, aber dazu später mehr.
Auf Triest sind wir u.a. durch eine Doku gekommen, die die Küstenstädte Italiens und deren Besonderheiten beschrieb. Triest hat mehrere kulturelle Einflüsse, was sich im Bild der Stadt niederschlägt. Mich erinnerten insbesondere die Bauten sehr an Wien. Besonders ist wohl auch die Kaffeekultur, welche wir kennenlernen wollten, aber dazu kam es irgendwie nicht (-;
Als wir von der Autobahn kamen, fiel uns die zweisprachige Beschilderung auf: Trieste (italienisch) und Trst (slowenisch)…..(willst du ein „i“ kaufen…., oder ein „e“…..psssst)
Und schon die Zufahrt verzückte uns durch schmale und gewundene Straßen (da ich gefahren bin, daher gibt es davon leider keine Fotos…).
Irgendwo oberhalb der Stadt, hielt ich dann an, und hier das erste Foto von Triest:

Der sympathischen Straße folgend, näherten wir uns dem Ziel unserer Fahrt.

Unser Zimmer war inmitten der Stadt und hatte keinen zugehörigen Parkplatz, wir parkten in unmittelbarer Nähe und entluden das Auto, um dann anschließend in einem Parkhaus in der näheren Umgebung zu parken. Hier kam es dann ob unserer Sprachbarriere ungewollt zu einer Besichtigung einer Sehenswürdigkeit. Der Fahrstuhl fuhr und fuhr, und als er schließlich stoppte, entließ er uns in luftiger Höhe direkt am Castello di San Giusto. Von dort aus bot sich uns ein herrlicher Blick über den Golf von Triest.

Von hier aus folgten wir schmalen Gassen hinunter in Richtung Innenstadt.


Begleitet von einer wunderbaren Ruhe, die wir hier noch der Mittagszeit, sprich Siesta, zuordneten.
Besagte Siesta gönnten wir uns dann auch (-;
Nach dieser kleinen Auszeit, zogen wir dann los, um Triest näher kennenzulernen.
Nur zwei Ecken weiter, eröffnete sich dann der Blick auf die Piazza dell´Unita d´Italia. Ein sehr großer Platz, deshalb heißt er hier auch meistens schlicht, Piazza Grande.

Hier kann man auch ungestört tanzen…..

Aber das beeindruckendste folgt dann, wenn man sich der offenen Seite des Platzes nähert, denn da ist einfach das Meer…

einfach so und unmittelbar…..

Immer wieder führten unsere Wege hierher, ob tags…


nachts…



oder in der Dämmerung…..

Es war immer wieder gleich be- oder besser verzaubernd.
Auch als um die Stadt herum Gewitter brodelten, wir konnten uns dem Sog dieser Stelle nicht entziehen.

Um diesen Platz herum gibt es Straßen und Gassen mit Geschäften, schöne Läden, kein Schnick Schnack, wir haben lange einen Laden für Postkarten gesucht und nachher erst durch Zufall und in der letzten Minute gefunden. Es geht so ruhig und beschaulich zu, nicht langweilig oder piefig, einfach nur sehr angenehm. So war dann die Bootsfahrt mit dem Küstentaxi rüber nach Muggia (der letzte Küstenort vor der slowenischen Grenze) keine Flucht, sondern einfach nur eine Konsequenz der Nähe zum Meer.




In Muggia selber hatten wir nur eine knappe Stunde Aufenthalt, wovon wir eine halbe Stunde nur an dem kleinen Hafen auf der Mauer saßen und Beine baumeln ließen (-:
Die Entdeckung der Langsamkeit….

Kleine Stadt, kleiner Hafen, kleine Gassen….



Und doch trifft man hier dann und wann auf Größen vergangener Zeiten, hier an der Tür einer Bäckerei…..


Entschleunigt bis zum Geht-nicht-mehr genossen wir dann die zwanzigminütige Rückfahrt mit dem Küstentaxi…..


Auf der einen Seite die Weite des Golf von Triest (klingt das nicht großartig), auf der anderen Seite Teile des Hafens, ein Tiefwasserhafen, der als maritimes Tor für Norditalien, Deutschland, Österreich und Zentraleuropa gilt.

Übrigens, zurück zu Triest, an der Piazza Grande gibt es genau zwei (!) Lokale, in dem einem haben wir abends unendlich leckere Cocktails genossen……



in dem anderen unser Frühstück ….(ein Traditionshaus namens Caffe degli Specchi nach Wiener Vorbild)



mit dem ein oder anderen Zaungast….


….bzw Tischnachbarn, wenn der Hunger einfach zu groß wurde und das Chipsglas unbeaufsichtigt zurückgelassen wurde. Das Foto entstand genau in dem Moment, als die Möwe den gläsernen Deckel mit einem gezielten Stoß vom Glas entfernt hatte, sensationell (man sieht noch wie er auf den Aschenbecher knallt)….

Angefüllt mit einer Gelassenheit, die auf dieser Reise ihresgleichen suchte, machten wir uns dann weiter auf die Fahrt nach Südtirol. Ein kleines Schmankerl bot sich dann am Straßenrand, wegweisend oder eben als Hinweis auf ein nötiges Wiederkommen, um näheres darüber hinauszufinden, eine Standseilbahn….

Auf Wiederschauen Triest, wir kommen gerne wieder!
Hi , sehr schöner Bericht, macht richtig Lust auf Triest 👍🏻😉😍
Danke überhaupt für die schönen Blogs .
Ich hoffe Ihr seid heil wieder angekommen, freu mich auf morgen. L.G. Marion 😘
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Wie schön, dass du meinen Blog so aufmerksam verfolgst. Danke für deine Begleitung! Das freut uns sehr.
Trentino habe ich gerade hinzugefügt und es folgen dann noch zwei weitere Stationen. Die Bilder werden jetzt auch noch alle vergrößert, damit es auf dem PC gut ausschaut, das ging unterwegs nicht so gut.
Bis ganz bald (-:
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